Schloss Hämelschenburg im Emmerthal

Direkt an der Ortsdurchgangsstraße des kleinen Dorfes Hämelschenburg im Emmerthal ragt ein märchenhaftes Bauwerk in die Höhe: Schloss Hämelschenburg, ein Hauptwerk der Weserrenaissance und eine der letzten vollständig erhaltenen Renaissanceanlagen Deutschlands.

Schloss Hämelschenburg - Foto: © Martina Berg

Schloss Hämelschenburg – Foto: © Martina Berg

Schloss Hämelschenburg - Foto: © Martina Berg

Schloss Hämelschenburg – Foto: © Martina Berg

Die prächtige Residenz liegt im reizvollen Weserbergland, zwischen der Rattenfängerstadt Hameln und dem Staatsbad Bad Pyrmont. Zur Anlage gehören neben dem Schloss die erste für eine protestantische Gemeinde gebaute Kirche Deutschlands (St. Marien, erbaut 1563), eine Wassermühle, der Minnegarten mit einem Gartenhaus sowie das Trakehner-Gestüt Langels mit einer alten Schmiede. Auf dem Gutshof gibt es ein Café, das im Winter nur an manchen Wochenenden geöffnet hat und einen Museums-Shop.

Mächtiger Giebel und Turmhaube - Foto: © Martina Berg

Mächtiger Giebel und Turmhaube – Foto: © Martina Berg

Ruderboot unter der Schlossbrücke - Foto: © Martina Berg

Ruderboot unter der Schlossbrücke – Foto: © Martina Berg

Die Wassermühle nutzt ein Kunstatelier für Ausstellungen, auf der Mühleninsel finden Sie eine Holzspielzeugwerkstatt sowie eine moderne Wasserkraftanlage, die umweltfreundlich Strom erzeugt. Idyllische Spazier- und Wanderwege führen rund um die Anlage bzw. mitten hindurch und bis an die Ufer der romantischen Emmer.

Wassermühle Hämelschenburg - Foto: © Martina Berg

Wassermühle Hämelschenburg – Foto: © Martina Berg

Hinter dem Schloss geht ein Fußweg recht steil bergauf in den Wald. Einige Schritte vom Waldrand entfernt steht der Spaziergänger plötzlich vor einem ungewöhnlichen Bauwerk und fragt sich erstaunt: wie kommt eine Pyramide mitten ins Weserbergland?

Zwar nicht ganz so groß wie die Pyramiden von Gizeh, aber unverkennbar eine Kopie eines ägyptischen Königsgrabes. Errichtet wurde sie 1855 aus einem traurigen Anlass und tatsächlich soll die Pyramide an Ägypten und Frederike von Meding, die Frau des damaligen Schlossbesitzers, erinnern.

Frederike von Meding erkrankte an Schwindsucht und trat eine Reise nach Ägypten an, wo das Wüstenklima ihr Leiden lindern sollte. Dort wollte sie natürlich auch die Pyramiden von Gizeh nahe Kairo besuchen. Leider erreichte sie das Ziel ihrer Reise nicht mehr. Sie erlag bereits in Frankreich ihrer Krankheit. Der trauernde Gatte ließ daraufhin die Pyramide errichten, die zeitweise auch als Mausoleum diente.

Schloß-Kirche

Schlosskapelle St. Marien – Foto: © Martina Berg

Für die Besichtigung des Schlosses und der Schlosskapelle St. Marien, einem ausgedehnten Spaziergang durch den Park, zur Mühleninsel und zum Trakehner-Gestüt sollten Sie mindestens einen halben Tag einplanen. Vergessen Sie nicht, im Café den selbstgemachten Kuchen zu probieren und nehmen sie aus der Holzspielzeugwerkstatt eines der originellen Spielzeuge als besonderes Mitbringsel mit.

Schloss Hämelschenburg - Foto: © Martina Berg

Schloss Hämelschenburg – Foto: © Martina Berg

 

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Über Martina Berg (46 Artikel)
Fotografin, Autorin, Bloggerin, Bogenschützin und Antiquarin aus dem Lipperland. Mein Antiquariat "Die Bücher-Berg" finden Sie unter www.martinaberg.com. Eine Übersicht meiner weiterer Projekte steht rechts im Menü.

2 Kommentare zu Schloss Hämelschenburg im Emmerthal

  1. Herzlichen Dank für diese wunderschöne Photos. Wir waren schon mehrere Male dort, haben auch an Führungen teilgenommen und haben uns immer gefreut!! Eine Perle.

    M.f.G., Kurt Smit (NL)0

    • Martina Berg // 3. April 2015 um 20:23 // Antworten

      Hallo Kurt!
      Das freut mich natürlich sehr, ich fahre auch immer wiede rgern nach Hämelschenburg.
      LG
      Martina Berg

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