Bad Langensalza in Thüringen, die Gartenstadt

Die Rosen- und Gartenstadt Bad Langensalza führt ihre Namen völlig zurecht – wie an einer Perlenschnur reihen sich die öffentlichen Gärten aneinander und sind besonders im Frühling und Sommer sehenswert. Zudem ist es ein recht preiswertes Vergnügen: Ein Tagesticket für alle Gärten kostet nur sechs Euro (ermäßigt sogar nur fünf Euro).

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Schlösschenpark Bad Langensalza – Foto: © Martina Berg

Kurpark und Schlösschenpark

Ein idealer Startpunkt für einen Gartentag in Bad Langensalza ist der Kurpark. Ein alter Baumbestand, farbenprächtige Blumenbeete und ein kleiner Bachlauf laden zum Flanieren ein. Im Schatten der historischen Stadtmauer stehen viele Bänke, die gern genutzt werden.

Direkt an den Kurpark schließt der Schlösschenpark an. Zwischen 1749 und 1751 wurde er im Auftrag der Herzoginwitwe Friederike von Sachsen-Weißenfels angelegt. Der terrassenförmig angelegte kleine Park wird von zwei Kavaliershäuschen, der Remise, einem Brunnenhäuschen, einer Orangerie und natürlich dem Schlösschen prächtig umrahmt. Der Eintritt in diesen Park ist ebenso wie beim Kurpark frei.

Der Rosengarten – Garten der Liebe

In der Nähe des einzigen erhaltenen Stadttores, dem Klagetor, liegt der Rosengarten. Unter Rosenliebhabern und Rosenkennern hat der Bad Langensalzaer Rosengarten den Ruf, einer der schönsten Deutschlands zu sein. In den Sommermonaten können Sie die faszinierende Farbenpracht und den unvergleichlichen Duft von über 450 Rosenarten erleben. Dieser Garten trug wesentlich dazu bei, dass die Stadt 2002 den Beinamen „Rosenstadt“ verliehen bekam. Neben Rosen gibt es noch zahlreiche Gehölze, Begleitstauden und Zwiebelpflanzen. Ein Info-Pavillon, Rosenmuseum, eine Teichlandschaft und das Rosencafé lockern die Landschaft auf und laden zum längeren Verweilen ein.

Pavillon im Rosengarten - Foto: © Martina Berg

Pavillon im Rosengarten – Foto: © Martina Berg

Japanischer Garten – Garten der Glückseligkeit

Unweit des Rosengartens befindet sich der Japanische Garten. Eröffnet wurde dieses Garten-Kleinod im Jahr 2003. Auf 7.000 Quadratmetern bietet der „Garten der Glückseligkeit“ (KOFUKU NO NIWA) allerdings nur ganz früh am Morgen und kurz vor Schließung Stille und Harmonie. An schönen Tagen besuchen ganze Reisegesellschaften den Garten und sorgen meist für entsprechenden Trubel. Gegliedert ist der Japanische Garten ganz traditionell in verschiedene Landschaften, die den Garten zu jeder Jahreszeit besuchenswert machen.

Japanischer Garten - Foto: © Martina Berg

Japanischer Garten – Foto: © Martina Berg

Die mit Iris und Seerosen geschmückte Teichlandschaft kommt zur Blütezeit im Juni richtig zur Geltung. Das Spiel mit dem Wasser hat hohe symbolische Bedeutung in Japan. Und so führt ein Holzsteg über die Wasserfläche, die von einem Wasserfall gespeist wird. Farbenprächtige Kois und zahlreiche Frösche sorgen für Leben im Wasser. Der Kirschgarten steht im April in voller Blüte, die Azaleen Anfang Mai. Ein Trockengarten ist geprägt durch geharkten Kies und Steine sowie einer kleinen Sammlung Bonsais.

Besonderer Blickfang des Gartens sind zwei japanische Pavillons. Der größere beherbergt ein Teehaus, das allerdings erst Nachmittags geöffnet hat.

Magnoliengarten und Botanischer Garten

Der Magnoliengarten verbindet den Japanischen Garten mit dem Botanischen Garten. Außerhalb der Blütezeit der Magnolien von Ende März bis Ende Juli wirkt dieser Garten etwas trostlos. Aber während dieser Zeit ist er mit seinen 25 Magnolienarten eine wahre Augenweide.

Risen-Agave im Gewächshaus - Foto: © Martina Berg

Riesen-Agave im Gewächshaus – Foto: © Martina Berg

Auf 15.000 Quadratmetern beheimatet der Botanische Garten zahlreiche einheimische und exotische Pflanzen. Im Mittelpunkt des Gartens befindet sich eine große Fläche mit Agaven, Yuccas, Palmen und anderen Kübelpflanzen. Im Sukkulentenhaus steht eine riesige Unterart der hundertjährigen Agave sowie einige „Elefantenfüße“. Leider ist das Haus nicht betretbar.

Eine weitere Fläche ist mit einer Sammlung seltener Kakteen aus Südamerika bepflanzt. Teilweise zieren im Sommer prachtvolle Blüten die stachligen Gewächse. Eine Bambus-Graslandschaft, ein Familiengarten und eine Farn-Sammlung aus dem Hainich komplettieren das botanische Angebot.

Der Garten der Bäume – das Abroretum

Am anderen Ende der Altstadt befindet sich hinter der Konzertkirche „St. Trinitatis“ einer der geschichtsträchtigsten Gärten der Stadt: das Abroretum. Zwar wurde es erst 1998 in der heutigen Form eröffnet, seine Ursprünge können aber bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Auf weitläufigen Wiesen wachsen über 130 verschiedene Baumarten und allerlei andere Pflanzen. Aufgelockert wird die Parklandschaft durch Kunstwerke sowie ein Denkmal. Vor der Kirche befindet sich ein kleiner Park, der den berühmten Dreitürmeblick auf die Türme von Augustinerkloster, Rathaus und Marktkirche.

Denkmal im Arboretum - Foto: © Martina Berg

Denkmal im Arboretum – Foto: © Martina Berg

Weitere Gärten in Bad Langensalza

Und wer nun immer noch nicht genug von Gärten, Bäumen und Blumen hat, der kann sich noch den Naturgarten des BUND (Burggasse 10), den Gesteinspark auf dem TRACO-Firmengelände (Poststr. 17) und den Stadt-Umland-Garten (am Kur- und Kongress-Zentrum) ansehen. Aber ein Besuch Bad Langensalzas lohnt sich nicht nur wegen der zahlreichen, wunderschönen Gärten und Parks – auch die Altstadt mit zahlreichen historischen Bauten ist sehenswert.

Schöner Laden in Bad Langensalza - Foto: © Martina Berg

Schöner Laden in Bad Langensalza – Foto: © Martina Berg

 

Über Martina Berg (40 Artikel)
Fotografin, Autorin, Bloggerin, Bogenschützin und Antiquarin aus dem Lipperland. Mein Antiquariat "Die Bücher-Berg" finden Sie unter www.martinaberg.com. Eine Übersicht meiner weiterer Projekte steht rechts im Menü.

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